Wenn Sie unbezahlte Rechnungen, nicht bediente Darlehen oder Mietrückstände haben, ist der Verkauf der Forderung einer der schnellsten Wege, um einen Teil Ihres Geldes zurückzuholen, ohne jahrelang hinterherzulaufen. In diesem Leitfaden erklären wir Schritt für Schritt, wie der Forderungsverkauf in Deutschland abläuft.
Was bedeutet es, eine Forderung zu verkaufen?
Eine Forderung zu verkaufen bedeutet, Ihr Recht auf Einziehung gegen ein vereinbartes Entgelt an einen Dritten (den Käufer oder Investor) abzutreten – immer unter dem Nennwert der Forderung. Rechtlich geschieht dies über eine Forderungsabtretung (Zession) nach §§ 398 ff. BGB.
Der ursprüngliche Gläubiger erhält sofort die Zahlung des Käufers und ist nicht mehr Inhaber der Forderung. Ab diesem Moment ist der neue Inhaber berechtigt, den Betrag beim Schuldner einzuziehen.
Schritt 1: prüfen, ob Ihre Forderung verkäuflich ist
- Sie müssen der rechtmäßige Inhaber der Forderung sein.
- Die Forderung muss fällig und durchsetzbar sein: Forderungen innerhalb der Zahlungsfrist lassen sich nicht verkaufen.
- Es muss eine nachweisbare Geldforderung sein: Rechnungen, Verträge, Vollstreckungsbescheide, Schuldanerkenntnisse usw.
Schritt 2: Unterlagen zusammenstellen
Je mehr Unterlagen Sie haben, desto attraktiver ist Ihre Forderung für Käufer: Rechnungen und Lieferscheine, unterschriebene Verträge, Mahnungen, E-Mails, geplatzte Lastschriften und natürlich ein Vollstreckungsbescheid oder Titel, falls Sie bereits vor Gericht waren.
Schritt 3: einen realistischen Verkaufspreis festlegen
Der Preis hängt vom Alter der Forderung, der Solvenz des Schuldners und den vorhandenen Belegen ab. Als Faustregel empfehlen wir einen Mindestabschlag von 20 % auf den Nennwert, damit sich das Geschäft für Investoren lohnt. Ältere oder schwerer einzutreibende Forderungen erfordern höhere Abschläge.
Schritt 4: Ihre Forderung dort inserieren, wo die Käufer sind
Auf debtalia.com/de können Sie Ihre Forderung oder Ihr Portfolio in weniger als 5 Minuten inserieren, ab nur 19,90 € als einmalige Zahlung und ohne Verkaufsprovision. Ihr Inserat wird für Investoren, Anwaltskanzleien und Fonds sichtbar, die täglich Forderungen kaufen.
➜ Meine Forderung ab 19,90 € verkaufen
Schritt 5: verhandeln und die Abtretung unterzeichnen
Wenn ein Investor Interesse hat, kontaktiert er Sie direkt per E-Mail. Sobald der Preis vereinbart ist, wird ein Abtretungsvertrag unterzeichnet und der Käufer zahlt Ihnen den vereinbarten Betrag. Der Schuldner wird anschließend schriftlich über die Abtretung informiert, damit er an den neuen Gläubiger zahlt.
Wie lange dauert das?
Das Inserieren ist sofort erledigt. Wie schnell Sie Angebote erhalten, hängt vom Preis und der Art der Forderung ab: gut belegte Forderungen mit attraktivem Abschlag erzeugen meist innerhalb von Tagen oder Wochen Interesse.
Fazit
Eine Forderung zu verkaufen ist ein legaler, sicherer und schneller Prozess, der Ihnen sofortige Liquidität verschafft, ohne die Kosten und die Unsicherheit eines Gerichtsverfahrens. Wenn Ihnen jemand Geld schuldet, schreiben Sie es nicht ab: bieten Sie es zum Verkauf an.