Eines der häufigsten Dilemmata für einen Gläubiger: Klage ich zuerst und verkaufe dann, oder verkaufe ich die Forderung, wie sie ist? Es gibt keine allgemeingültige Antwort – es hängt von Ihrer Forderung, Ihrem Cashflow und Ihrer Risikobereitschaft ab.
Was ein Titel zum Wert beiträgt
Eine durch einen Vollstreckungsbescheid oder ein Urteil gesicherte Forderung ist ein vollstreckbarer Titel: Der Käufer streitet nicht mehr darüber, ob die Forderung besteht, sondern nur noch darüber, ob sie eintreibbar ist. Das beseitigt das rechtliche Risiko und erhöht den Verkaufspreis spürbar.
Ein Titel öffnet zudem die Tür zur Zwangsvollstreckung: Kontopfändung, Lohnpfändung, Sachpfändung durch den Gerichtsvollzieher und Eintragung ins Schuldnerverzeichnis.
Aber das Klagen hat seine Kosten
- Gerichtskosten und, bei größeren Forderungen, Anwaltskosten.
- Zeit: ein bestrittenes Verfahren kann viele Monate oder länger dauern.
- Das Risiko der Kostenlast, wenn Sie verlieren.
- Und am Ende kann der Schuldner dennoch zahlungsunfähig sein.
Was bevorzugen Käufer?
Es gibt einen Markt für beides. Finanzinvestoren bevorzugen meist titulierte Forderungen (begrenztes Risiko, reine Einziehungsarbeit). Anwaltskanzleien suchen dagegen oft Forderungen ohne Verfahren: Das Klagen ist genau ihr Geschäft und ihre Marge. Deshalb werden beide Arten auf Debtalia inseriert und verkauft.
Empfohlene Strategie
Denken Sie daran, dass Sie beides gleichzeitig tun können: die Forderung zum Verkauf anbieten und währenddessen die Klage beginnen oder fortsetzen. Verkaufen Sie, bevor das Verfahren endet, übernimmt der Käufer das Verfahren. Und schreitet das Verfahren zu Ihren Gunsten voran, steigt der Verkaufswert.
➜ Meine Forderung ab 19,90 € verkaufen
Fazit
Wenn Ihre Forderung solide ist und Sie warten können, kann ein Titel den Verkaufspreis erhöhen. Wenn Sie jetzt Geld brauchen oder keine Kosten übernehmen möchten, verkaufen Sie ohne Verfahren: Es gibt Käufer, die genau darauf spezialisiert sind.