Wenn ein Kunde nicht zahlt und die eigenen Mahnungen ins Leere laufen, stehen viele Gläubiger vor der Wahl: ein Inkassobüro beauftragen oder die Forderung verkaufen? Beide Wege sind legitim, aber sie funktionieren grundlegend anders.
Wie Inkasso funktioniert
Beim Inkasso bleiben Sie Inhaber der Forderung. Das Inkassounternehmen zieht in Ihrem Namen ein und behält bei Erfolg eine Provision oder rechnet Gebühren ab. Zahlt der Schuldner nicht, tragen in der Regel Sie das Risiko – und der Erfolg kann Monate auf sich warten lassen.
Wie der Forderungsverkauf funktioniert
Beim Verkauf treten Sie die Forderung endgültig ab. Sie erhalten sofort einen vereinbarten Preis unter dem Nennwert, und der Käufer übernimmt das gesamte Einziehungsrisiko. Ob der Schuldner am Ende zahlt, ist nicht mehr Ihr Problem.
Der direkte Vergleich
- Geschwindigkeit: Verkauf bringt sofort Geld; Inkasso braucht Zeit.
- Risiko: Beim Verkauf geht das Ausfallrisiko über; beim Inkasso bleibt es meist bei Ihnen.
- Erlöshöhe: Inkasso kann bei Erfolg mehr einbringen; der Verkauf ist sicher, aber abgezinst.
- Aufwand: Nach dem Verkauf ist der Fall für Sie abgeschlossen.
Faustregel: Ist der Schuldner solvent und die Forderung frisch, kann sich Inkasso lohnen. Ist der Fall alt, unsicher oder wollen Sie einfach Ruhe, ist der Verkauf oft die bessere Wahl.
Sie müssen sich nicht entscheiden
Interessant: Sie können die Forderung zum Verkauf anbieten und parallel ein Inkassoverfahren laufen lassen. Kommt vorher ein guter Verkauf zustande, nehmen Sie ihn; treibt das Inkasso das Geld ein, umso besser. Auf Debtalia inserieren Sie in wenigen Minuten und behalten sich alle Optionen offen.
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Fazit
Inkasso und Forderungsverkauf schließen sich nicht aus. Der Verkauf bietet Sicherheit und Geschwindigkeit, das Inkasso potenziell mehr Erlös bei höherem Risiko. Wählen Sie nach Solvenz des Schuldners, Alter der Forderung und Ihrem Bedarf an sofortiger Liquidität.